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Heilige Birma's v. d. Burg Montclair

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Die Heilige Birma

Birmakatzen sind mittelgroße, leicht gestreckte, halblanghaarige Katzen mit einem eleganten, buschigen Schwanz.
Der Kopf besitzt einen kräftigen Schädel mit vollen , etwas gerundeten Wangen leicht gewölbter Stirn,
mittellanger Nase ohne Stop aber mit leichter Einbuchtung und ausgeprägtem Kinn.
Die Ohren sind eher klein mit gerundeten Spitzen und nicht zu aufrecht stehend mit guter Breite zwischen den Ohren.
Ihre Augen sind tiefblau, leicht abgerundet oder leicht oval.

Die Birmakatzen zeigen die gleiche charakteristische Fellfärbung wie alle Maskenkatzen, d.h. einen hellen, eierschalenfarbenem Körper mit goldbeigem Schimmer über den Rücken und dunklen Abzeichen an Kopf, Beinen und Schwanz. Das Fell ist seidig und ohne viel Unterwolle, weshalb es nicht zum Verfilzen neigt. Als besonderes Merkmal besitzen sie vier weisse Pfötchen, genannt "Handschuhe". Diese müssen reinweiss sein und vorne zwischen dem Zehenansatz und dem Gelenk enden.
An der Rückseite der Hinterpfoten muss das Weiss in einer Spitze, genannt "Sporen", enden, jedoch nicht höher als die Hälfte oder 3/4 bis zum Gelenk.

Die Heiligen Birmchen sind sehr neugierig und menschenbezogen. Wenn sie in einer Familie aufwachsen, sind sie ausgesprochen kinderlieb und immer da, wo die größte Aktion tobt. Dabei sind sie jedoch immer sehr vorsichtig,
bedacht und keinesfalls wild. Sie ist ausgeglichen und intelligent und wickelt jeden mit ihrem Charme um die Pfoten. Sie braucht viel Zuwendung und ist nicht gern allein. Sie hat ein ausgeprägtes Sozialverhalten
und arrangiert sich so ziemlich mit jedem anderen Tier, egal ob Hund, Kaninchen oder sogar Wellensittich,
wobei sie jedoch eine andere Maskenkatze bevorzugen würde.

Herkunft der Heiligen Birma / Sage

Kaum eine andere Katzenrasse ist von einer ähnlich rätselhaften, bezaubernden Aura umgeben wie die heilige Birma. Um die Entstehung dieser wunderschönen Rasse ranken sich viele Legenden, die auch die ungewöhnliche Zeichnung der Birmchen zu erklären versuchen.

Lt. der Legende war die erste Birmakatze eine weiße Katze mit dem Namen Sinh. Sie lebte mit hundert anderen weißen Katzen im Tempel von Lao-Tsun in Burma und war die Gefährtin des Priesters Mun-Ha, dem Gott Song-Hyo einen goldenen Bart verliehen hatte. Eines nachts brachen Räuber in den Tempel ein und töten Mun-Ha,
als er gerade vor der Statue der Göttin Tsun-Kyan-Kse, deren Augen aus Saphiren bestand, kniete und betete.
Die Katze Sinh sprang sofort auf den sterbenden Leib des Priesters, dessen Seele in das Tier einging.
In diesem Moment färbte sich Sinhs Fell golden, und sie bekam saphirblaue Augen wie die Göttin.
Ihre Beine wurden braun, nur die Pfoten blieben dort, wo die auf ihrem Herrchen stand, rein weiß.

Sieben Tage nach diesem Vorfall starb Sinh und trug die Seele Mun-Has ins Paradies. Am nächsten Morgen hatten alle weißen Katzen die Färbung Sinhs angenommen und wurden seitdem von den Priestern als heilige Katzen verehrt.

Die Heilige Birma ist also genauso geheimnisvoll wie ihre Entstehungsgeschichte.

Nachweisen kann man, dass die Rasse in Frankreich schon 1925 anerkannt worden ist und der erste Standard geschrieben wurde. Während den folgenden 10 Jahren blühte die Zucht dieser wahrscheinlich
dennoch aus Siamesen und thailändischen Hauskatzen abstammenden Birmakatze. In den 30er Jahren wurden auch in Deutschland, vor allem in Berlin und Umgebung, Birmakatzen gezüchtet. Auch hier musste auf andere Rassen zurückgegriffen werden. Dann brachte der Zweite Weltkrieg diese Rasse beinahe zum AUS.
Angeblich soll nur noch ein Paar geblieben sein. Wieder musste mit anderen Rassen eine breite Zuchtbasis geschaffen werden. Sicher sind einige Siamkatzen und auch die schon damals bekannten Balinesen eingekreuzt worden. Auch Perserkatzen und Hauskatzen wurden eingekreuzt und allmählich blühten die neuen Birmakatzen wieder auf. Die Einkreuzung fremder Rassen hatte der Birma nicht geschadet, durch die Angorakatzen wurde das Fell manchmal etwas zu wattig, der Typ aber blieb stabil und einzig die weissen Pfoten verlangten harte Züchterarbeit, weil die Weiss-Scheckung unberechenbar ist. Eine bekannte Birmazüchterin sagte einmal: "Je besser der Typ, je besser die Farbe der Augen umso grösser ist mein Aerger über unregelmässige Handschuhe!".

1955 waren die Birma in Frankreich wieder stabilisiert und ein Paar wurde nach England exportiert.
Die Rasse wurde 11 Jahre später in England anerkannt. 1959 kam das erste französische Birma-Paar nach USA.
Die CFA anerkannte die Heilige Birma 1967, aber nur in den Farben Sealpoint, Bluepoint, Chocolatepoint und Lilacpoint. 1964 wurde eine später sehr berühmte Birma-Katzendame aus Frankreich nach Deutschland importiert.
Nadine de Khlaramour sorgte in der Zucht "von Assindia" für erfolgreichen Nachwuchs und erreichte trotzdem ein stattliches Alter von über 20 Jahren. Nadine lud anlässlich ihres 20. Geburtstages zu einer Cat-Party,
an der ihre zahlreichen Nachkommen anwesend waren. Mitte der 60er Jahre wird vom letzten Direkt-Import von Birmakatzen erzählt. In Californien kam ein Paar Birmakatzen direkt aus Kambodscha zu Mrs. G. Griswold. Phass und Klaa Khmer bildeten den Grundstock für die USA-Birmas. In den darauffolgenden 10 Jahren wurde die Birmakatze auch in den USA immer beliebter. In England war man zu dieser Zeit schon bei der Züchterarbeit für neue Farben. Bis dahin kannte man die Birmakatze vorwiegend als Sealpoint, ab und zu tauchten auch schon Bluepoints auf. In England kamen die ersten Chocolate- und Lilac-Point Birmas und fanden grossen Anklang bei den Birmafreunden. Nur einzelne Züchter taten sich schwer mit den neuen Farben, da der Kontrast unklar wirkte.
Und eine Birma hat absolut klare Grenzlinien an den Points zu haben. Vor allem die Abgrenzung der Handschuhe,
die eine Birma von allen anderen Maskenkatzen unterscheidet, musste klar sein. Bei den neuen hellen Farben wie Lilac- und Cream-Point war das nicht mehr der Fall. Noch schwieriger ersichtlich war es bei den Tabby-Points.
In Kanada ist man heute schon bei den Farben Cinnamon- und Fawn-Point. All die neuen Farben sind jedoch nicht so beliebt wie die Grundfarben Seal- und Blue-Point. Der Kontrast ist eindeutig am wirkungsvollsten bei diesen Farben. Die Chocolate-Points neigen zu weissen Ringen, sogenannten Brillen, um die Augen und von den Tabby-Points konnten sich ebenfalls die Sealtabby- und die Bluetabby-Points am besten durchsetzen.
Trotz allem ist die Heilige Birma heute in fast allen Farbschlägen vorhanden und ist auch in jeder Farbschattierung typvoll zu finden.

Quelle: Cheridwen's Heilige Birma

Wir danken Cheridwen's Heilige Birma, die uns den Text zur Verfügung gestellt haben.